@article{article_1824309, title={Die Kontrolle über das Narrativ in einer postmigrantischen Gesellschaft am Beispiel von Fatma Aydemirs Roman Ellbogen}, journal={Diyalog Interkulturelle Zeitschrift Für Germanistik}, pages={334–351}, year={2025}, DOI={10.37583/diyalog.1824309}, author={Lorenz, Susanne}, keywords={Fatma Aydemir, postmigrantische Gesellschaft, Deutungshoheit, Literaturpsychologie, Postkolonialismus}, abstract={Die Politik- und Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan bedauert in ihrer Definition postmigrantischer Gesellschaften, dass die empirische Wirklichkeit noch nicht in die narrative Neudeutung des postmigrantischen Deutschlands übergegangen sei. Dieses kollektive Narrativ müssten Eingewanderte und ihre Nachkommen mitbestimmen. In Ellbogen spielt Fatma Aydemir mittels ihrer Protagonistinnen, allen voran ihrer kurz vor dem Erwachsenwerden stehenden Hauptfigur Hazal, die Optionen durch, die Frauen haben, die von ihrem Umfeld als migrantisch gelesen werden, die Kontrolle über ihre eigene Geschichte zu behalten. Ausgehend von Gayatri Chakravorty Spivaks Überlegungen, ob Subalterne sprechen können und der Notwendigkeit, nie hinterfragte, hegemoniale Denkmuster zu verlernen, behandelt der vorliegende Artikel, mit welchen erzähltechnischen Mitteln der Roman Hazals Scheitern in der postmigrantischen Gesellschaft umsetzt. Dieser Beitrag untersucht die sprachlichen und non-verbalen Ermächtigungsversuche der Protagonistin in der Sprache, in ihrer Wut und in ihrer Flucht anhand der Methode des Close Readings sowie mit den Mitteln der psychoanalytischen Literaturwissenschaft und zeigt, wie Aydemir den Willen zur Selbstbestimmung angesichts der hegemonialen Deutungshoheit verhandelt.}, number={Sonderausgabe: Germanistik im 21. Jahrhundert- Band I}, publisher={Germanistler Derneği}