Autobiografie, Interkulturalität und Engagement. Zu Ingeborg Rapoports Autobiografie Meine ersten drei Leben (1997)
Öz
Ingeborg Rapoports Autobiografie geht über eine Autofiktion hinaus und greift auf ihre interkulturellen Erfahrungen auf. Ihr autobiografisches Schreiben konzentriert sich insofern auf ihre unterschiedlichen Erfahrungen in den verschiedenen Heimaten (Kamerun, USA und Deutschland). Der vorliegende Beitrag untersucht Dimensionen ihres interkulturellen Lebenslaufs. Ausgegangen wird davon, dass die postmoderne Autobiographie zum Medium der Interkulturalität geworden ist.
Rapoport versteht sich besonders als Zeugin ihres Jahrhunderts und stellt die Kolonisierung in ihrer Heimat Kamerun, den deutschen Nazismus sowie den Holocaust, die unkritische Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd als die einen fruchtbaren interkulturellen Austausch hindernden Faktoren dar.
Exemplarisch wird an
Rapoports Äußerungen nachgewiesen, inwiefern Interkulturalität und Engagement
Hand in Hand gehen. In ihrem interkulturellen Engagement tritt Rapoport auf als
Antikolonialistin, Nazismus- und Holocaustkritikerin und besonders aber auch
als eine den Frieden suchende Autorin, deren Denkweise in die Nähe des
Levinasschen Humanismus gerückt werden dürfte.
Anahtar Kelimeler
Kaynakça
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- Hall, Stuart (2000): Cultural Studies. Ein politisches Theorieprojekt. Ausgewählte Schriften 3, Hamburg, S. 122-123.
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Pierre Kodjio Nenguié
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Yayımlanma Tarihi
30 Haziran 2017
Gönderilme Tarihi
20 Mayıs 2017
Kabul Tarihi
25 Haziran 2017
Yayımlandığı Sayı
Yıl 2017 Cilt: 5 Sayı: 1